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Rheintaler Wirtschaft - erstarkt

Das St.Galler Rheintal überrascht mit seiner unerwartet leistungsfähigen Wirtschaft. Zahlreiche Unternehmen sind in ihren jeweiligen Bereichen Weltmarktführer. Dank Hightech- und Highquality-Produkten gehört das Rheintal zu den führenden Technologie-Standorten weltweit. Die plötzliche Frankenstärke gepaart mit der starken Exportorientierung, stellte die Rheintaler Wirtschaft vor besondere Herausforderungen. Wie geht es den Unternehmen heute? Mit welchen Herausforderungen waren sie in den letzten zweieinhalb Jahren konfrontiert und welche Massnahmen waren dabei erfolgreich?

Umfassendes Massnahmenpaket von der SFS Group gegen die Frankenstärke:
Die Schweizer Produktionswerke von SFS exportieren rund 90% ihrer Produkte ins Ausland. Die Preise sind dabei typischerweise in Euro festgelegt, die Kosten fallen jedoch überwiegend in Schweizer Franken an. Zudem haben die Haupt-Wettbewerber ihre Kostenbasis in Euro. Um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen, hat SFS mit einem umfassenden Massnahmenpaket reagiert, das auf vier Pfeilern aufgebaut war, so CEO Jens Breu: «SFS hat rasch gehandelt, ihre Stärken konsequent genutzt, die Abhängigkeit des Schweizer Frankens reduziert und die Partnerschaft mit den Mitarbeitenden aktiv gelebt.»
Dank den ergriffenen Massnahmen nach der Aufwertung des Schweizer Frankens stieg die Produktivität an den Schweizer Produktionsstandorten gegenüber 2015 um 15.9% gemessen am Deckungsbeitrag pro Mitarbeitenden. Der aktuelle Wert übertrifft sogar das Ergebnis von 2014 vor der Aufgabe des Euro-Mindestkurses um 5.8%. www.sfs.biz

Fusion als Herausforderung und Erfolgsmittel für Bauwerk Parkett
Mit rund CHF 280 Mio. Umsatz und rund 1‘900 Mitarbeitenden ist Bauwerk Parkett einer der führenden Parketthersteller Europas. Das Unternehmen mit Sitz in St.Margrethen ist nach fünf schwierigen Jahren ebenfalls auf gutem Weg, zur bekannten Stärke zurück zu finden. Als grösste Herausforderung, aber zugleich erfolgreichste Massnahme im Frankenschock war der damals bereits initiierte Zusammenschluss mit der BOEN AS. Der Frankenschock forcierte eine beschleunigte Fusion der gleich grossen, aber kulturell sehr unterschiedlichen Unternehmen. «Aus heutiger Sicht war dies die mit Abstand wichtigste Massnahme, um heute gar stärker dazustehen, als vor 2015», so Brammertz. Nach wie vor bietet der Werkplatz Schweiz jedoch die verlässlichste Basis für die Gruppe und ist ihr bedeutendster Absatzmarkt. „Deshalb haben wir in 2016 und 2017 jeweils über 2 MCHF in der Schweiz investiert und werden dies auch weiterhin tun“, wie Brammertz bekräftigt. www.bauwerk-parkett.com

Leistungsstarke Innovationsfabrik Leica Geosystems in Heerbrugg
Die Leica Geosystems AG, heute Teil von Hexagon AB, ist weiterhin erfolgreich unterwegs, wie CEO Jürgen Dold bekräftigt. «Wir halten an unserer globalen Wachstumsstrategie fest, die auf drei bewährten Säulen steht. Neue Technologien werden uns ermöglichen, verschiedenste Geschäftsprozesses transformativ zu verändern.» Der CEO ist überzeugt, dass die Leica Geosystems als Teil von Hexagon ausgezeichnet positioniert ist, um die Chancen der Digitalisierung für ihr nachhaltiges Wachstum nutzen zu können. In Heerbrugg wird die Leica Geosystems bald ihr 100-jährige Bestehen feiern. Seit 1921 ist das Unternehmen im Rheintal zuhause. Eine leistungsstarke Innovationsfabrik, die jährlich etwa 40 neue Produkte erfolgreich in den Markt einführt. «In der jüngsten Vergangenheit haben wir zusätzliche neue agile Entwicklungsmethoden eingeführt, mit denen wir hoch innovative Produkte noch schneller zur Marktreife bringen», so Dold. Heerbrugg ist einer der grössten Standorte im Hexagon Konzern und hat nicht nur eine zentrale Bedeutung für die Leica Geosystems, sondern auch für Hexagon, der hier seine Konzernforschung ausgebaut hat. www.leica-geosystems.com

Coltène/Whaledent: Trotz Frankenstärke hohe Qualität und Innovation halten
Auch Coltène/Whaledent, das international führende Unternehmen im Bereich Entwicklung, Herstellung und Vertrieb zahnmedizinischer Verbrauchsgüter und Kleingeräte, hat im Januar 2015 sofort Massnahmen eingeleitet, um dem Frankenschock zu begegnen. Insbesondere beim Einkauf der Rohmaterialien musste sofort reagiert werden. Zusätzlich wurden Effizienzprogramme und Optimierungen gestartet, um die Kosten in den Griff zu kriegen. Trotz den Herausforderungen mit dem starken Franken, war es für Colténe/Whaledent auch in dieser Zeit wichtig, in Sachen Qualität und Innovation mitzuhalten, denn nur so lassen sich auch die Preise halten. Im Werk in Altstätten werden Top-Leute mit guter Ausbildung und hoher Motivation beschäftigt. Aber: Die Lohnkosten sind auch Spitzenklasse und jedes Jahr werden Erhöhungen erwartet. Dennoch glaubt die Geschäftsleitung um Schaufelberger an den Werkplatz Schweiz. «Es ist der Ort, an dem wir unser Geschäft am besten führen können. Wir kennen uns hier aus, sei es bei Zulieferfirmen, Engineering- und Beratungspartnern, im Arbeitsmarkt und den staatlichen Anforderungen. Ich wüsste keinen Ort an dem ich Probleme wie den Währungs-Schock lieber lösen würde.» Coltène/Whaledent ist bezüglich Aktionären, Mitarbeitern und vielen Zulieferfirmen ein Rheintaler Unternehmen. Deshalb und aufgrund der verschiedenen Standortvorteile wird in Altstäten in einen Neubau für Produktion und Büros über 11 Mio CHF investiert. www.coltene.com